Peleponnes

Peloponnes (Griechenland) - Mykene, Argos, Lerna, Tiryns, Epidauros


Peleponnes

Der Golf von Korinth trennt die Peloponnes, die nur durch eine felsige Landbrücke im Nordwesten von Athen eine Verbindung zum griechischen Festland hat. Die große gebirgige Halbinsel besitzt eine endlos lange durch das Meer geformte Küstenlinie. Die größte Stadt der Peloponnes ist Patras mit mehr als 165.000 Einwohnern.

Peloponnes wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Die Argolis ist bekannt als großes Gemüseanbaugebiet, in Lakonien und in Messenien ist der Obst- und Weinanbau vorherrschend.


Peloponnes ist archäologisch sehr interessant.

Mykene

Einer der bedeutendsten Ausgrabungsorte sind die Ruinen der Stadt Mykene, in der das Geschlecht der Atriden herrschte. Es handelt sich um den Ort, wo nach der Legende die Königin Klytämnestra ihren Gemahl ermorden ließ und dann durch ihren Sohn Orestes den Tod fand. Die Stadt mit ihren riesigen Zyklopenmauern, die einst eher einer Festung glich, wurde von Heinrich Schliemann ausgegraben. 1874 begannen die Arbeiten. Entdeckt wurden Schachtgräber mit reichen Goldbeigaben, die Schliemann für die Gräber der Atriden hielt, und Kuppelgräber aus dem 15. bis 14. Jahrhundert. Freigelegt wurden zudem die Grundmauern eines Palastes, Wohnhäuser und Werkstätten. In die Stadt führten mehrere Eingänge, der bekannteste ist das berühmte Löwentor, das 1250 v. Chr. nachträglich in die Stadtmauer eingefügt wurde.


Árgos

Argos ist eine weitere Ausgrabungsstätte auf Peloponnes aus der mykenischen Zeit. Hier soll der König Pyrrhus 272 v. Chr. den Tod gefunden haben. Nach kriegerischen Auseinandersetzungen mit Sparta vom 7. bis 6. Jahrhundert v. Chr. verlor die sehr einflussreiche Stadt schnell an ihrer Bedeutung.


Lérna

Von Argos nicht weit entfernt, liegt die Ausgrabungsstätte Lerna, die schon seit der Steinzeit besiedelt war. Hier getötete nach der griechischen Sage Herakles das neunköpfige Ungeheuer, die Hydra von Lerna.


Tiryns

(auch Tirintha). Zwischen 1400 und 1200 v. Chr. gründete man auf einem 25 Meter hohen Felsen diese antike Stadt. Die Ruine der Zitadelle besitzt eine Ringmauer mit bis zu 13 Tonnen schweren Steinblöcken, Kasematten und einen Palast.


Epidauros

liegt am Saronischen Golf und besitzt das besterhaltene Freilichtheater Griechenlands aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Es hat 55 Sitzreihen, die einst ca. 14.000 Zuschauern Platz boten. Trotz dieser Ausmaße besitzt es eine ausgezeichnete Akustik, die es erlaubte, selbst auf der entferntesten Sitzreihe noch jedes Wort zu verstehen. Alljährlich werden hier im Sommer altgriechische Tragödien aufgeführt.

Nicht weit vom Amphitheater entfernt, liegen die Überreste - Grundmauern - eines großen Heiligtums, das dem Heilgott Asklepios geweiht war. Es zog im 6. Jahrhundert v. Chr. unzählige Gläubige und Kranke an. Grund dafür waren die ausgezeichneten medizinischen Kenntnisse der Priester, die Kranke am Pilgerort direkt behandelten. Viele dieser chirurgischen Instrumente sind heute in einem Museun anzuschauen.