Spanienische Inseln - Balearen: Mallorca


Palma de Mallorca - Kathedrale La Seu, Almudaina-Palast, Museum mit Reliquienschrein der Vera Cruz, Castell de Bellver - die mittelalterliche Burganlage


Palma


Palma de Mallorca Palma de Mallorca ist der Ort auf den Balearen geworden, der alljährlich von Erholungssuchenden und von sonnenhungrigen Touristen aufgesucht wird.

Gleichzeitig ist er der Lieblingsort oder die bevorzugte Sommer-Idylle der Reichen, Schönen und Berühmten.

Die Hotelkomplexe, Apartment-Hochhäuser, Restaurants, Bars, Clubs und Diskotheken sind vergleichbar mit touristischen Anlagen anderer bekannter spanischer Ferienzentren.

Den wohl eindrucksvollsten Blick auf Palma de Mallorca bekommt man, wenn man sich von der Seeseite her nähert. Über 1000 Jahre Geschichte sind an ihm vorbeigegangen und haben ihre Spuren hinterlassen. Geprägt wird das Stadtbild von der Kathedrale La Seu.

Linker Hand der Kathedrale steht der Königspalast Almudaina, der einst von moslemischen Herrschern erbaut und von christlichen Königen neu gestaltet wurde. Auf dem Berg hinter dem Hafen thront das Schloss Bellver aus dem 14. Jahrhundert.


Das Altstadtviertel


Die Altstadt von Palma zählt zu den am besten erhaltenen des Mittelmeerraumes. Sie breitet sich fächerartig um die Kathedrale herum aus. Unter den Namen Medina Mayurka war sie in der moslemischen Welt bekannt.

Sie dehnte sich zwischen den heutigen Straßen Miramar und Morey und den Plaças Santa Eulalia und Cort aus. In einem ehemaligen Flussbett, das einst als Wallgraben die Mauern der arabischen Stadt schützte, entstand der Boulevard Passeig des Born. Etwa bei der Mündung entstand der Hafen von Palma. In einem Mauerabschnitt der Wallanlage unterhalb des Almudaina-Palastes blieb ein arabisches Tor - das Arc de la Mar - erhalten, dass einst an einem Kanal zwischen der Flussmündung und dem königlichen Hafen stand.

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Stadtrundgang durch Palma


Einen Rundgang durch die Stadt Palma beginnt man am besten an einem markanten Punkt wie beispielsweise an der Kathedrale La Seu.

Sie steht etwa im Zentrum der Altstadt an jener Stelle, wo zur Zeit der maurischen Herrschaft die Hauptmoschee stand. Hier bietet sich auch gleich dem Besucher ein spektakulärer Blick über die Altstadt und die langgestreckte Bucht von Palma.

Die Kathedrale La Seu


Kathedrale La Seu Nach der Eroberung von Palma durch christliche Truppen unter Jaume I. legte er noch in der Silvesternacht 1229 den Grundstein für die Kathedrale. Die Bau ging nur sehr schleppend voran. Erst im Jahre 1269 begann man mit der Errichtung der Capilla Real, der Königskapelle im Chor.

Die Kapelle der Dreieinigkeit vollendete man im ersten Drittel des 14. Jahrhunderts, ebenso das Gewölbe des Hauptschiffes. Es dauerte weitere 50 Jahre bis der zweite Teil des großen Schiffes fertiggestellt wurde. Mit dem Bau des Portals Mirador an der Seeseite der Kathedrale wurde im Jahr 1400 begonnen.

1412 riß man die alte Moschee ab und im gleichen Jahrhundert wurden über die drei Seitentüren drei Schiffe errichtet. Bis ins 16. Jahrhundert dauerten die Arbeiten, in dieser Zeit vollendete man auch die Haupttür gegenüber der Almudaina.

Diese Front musste aber nach einem Erdbeben im Jahre 1851 nochmals umgebaut werden. Vollendet wurde die gotische Kathedrale erst 1904 durch Anton Gaudi. Sie zählt heute zu einer der größten in Europa.

Eine kurze Beschreibung der Kathedrale:
Das bemerkenswerteste architektonische Element ist das dem Meer zugewandte Portal del Mirador. Es besteht aus Spitzbogen mit geometrischen Mustern und Motiven aus der Tierwelt. Als zentrale christliche Komponente ist das Abendmahl mit Statuen von Engeln, Propheten und Aposteln dargestellt.

Wenn man die Kathedrale betritt, fallen einem zuerst die 14 Säulen von 43,70 Metern Höhe auf, die das Hauptschiff und die niedrigeren Dächer der Nebenschiffe tragen. Als nächstes beeindrucken die Glasfenster über der Altarnische, die einen Durchmesser von 12,50 Meter betragen, und von denen 12 der 24 Dreiecke einen Davidsstern bilden.

Die Kathedrale in Palma hat 17 Seitenkapellen aufzuweisen, die reich mit Statuen, Altären und Dekorationen im gotischen, im Renaissance- und Barock-Stil geschmückt sind. Eine reiche Sammlung von goldenen und silbernen Reliquienschreinen, Büchern und weiteren Gegenständen aus dem 12. bis 15. Jahrhundert sind in der Vermell-Sakristei im Parterre des Glockenstuhls zu bewundern. Im gotischen und barocken Domkapitel sind eine prächtige Sammlung von Gemälden, Reliquienschreinen und mehr aus dem 16. bis 19. Jahrhundert sehenswert.

Im 20. Jahrhundert hat der Architekt Antoni Gaudí einen riesigen Baldachin über dem Hauptaltar angebracht, Kandelaber erhielten ringsum die Säulen und die Kanzeln sind im Renaissancestil gefertigt. Der Hauptaltar ist auf drei Seiten von einer aus Walnußholz geschnitzten Chorbestühlung umgeben. Unmittelbar beim Altar steht der Stuhl des Erzbischofs, ein Stuhl aus dem Jahre 1269, die sogenannte Cátedra.

Beim Bischofsstuhl befindet sich der Eingang in die Dreieinigkeitskapelle, wo die Sarkophage von Jaume II. und Jaume III. aufbewahrt werden.

Weiter geht der Rundgang durch Palma

Der Almudaina-Palast




Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Palmas sind:
Logo  Kathedrale La Seu
Logo  Museum mit Reliquienschrein der Vera Cruz
Logo  Castell de Bellver - die mittelalterliche Burganlage