Rhodos


Kámiros auf Rhodos ist eine der ersten von drei antiken Städten auf Rhodos. Kloster Agios Soulas. Am 29./30. Juli wird der Tag des Heiligen gefeiert.


Kámiros auf Rhodos
Kámiros auf Rhodos
Vor Kámiros sollten Sie, wenn Sie von der Hauptstadt aus auf der Küstenstraße unterwegs sind, einen Besuch dem Kloster Agios Soulas abstatten. Bei Soroni zweigt die Straße nach links ab. Alljährlich wird in der Klosteranlage am 29. und 30. Juli der Tag des Heiligen gefeiert. Dabei handelt es sich um ein Volksfest, bei dem auch ein Eselsrennen ausgetragen wird.

Wenn Sie zur Küstenstraße zurückkehren, dann erreichen Sie am Agios-Minas-Kap Kámiros, eine antike Stadt, die nicht ganz so spektakulär wie Lindos an der Ostküste ist.


Kámiros - die antike Stadt


Kámiros ist eine der ersten von drei antiken Städten auf Rhodos. Wenn Sie die beiden anderen Städte Iálissos und Líndos ansehen, so werden Sie feststellen, das Kámiros die kleinste von ihnen ist.

In den 1930er Jahren legten italienische Archäologen neben Tempelanlagen auch eine ganze Wohnstadt frei. Weil das antike Kámiros nie überbaut wurde, gelten diese Ausgrabungen als einzigartig auf Rhodos.

In Kámiros lebten keine Seefahrer und Händler, sondern Bauern und Handwerker. Das einstige Staatsgebiet war fruchtbar, aber die Küste nicht für Hafenanlagen geeignet.

Das alte Kámiros wurde 226 v. Chr. von einem Erdbeben zerstört, aber von seinen Bewohnern wieder aufgebaut. Als 142 v. Chr. ein weiteres Erdbeben die Stadt ereilte, wurde sie aufgegeben.

Die alten Gemäuer der Wohn- und Werkstätten sind noch hüft- bis mannshoch erhalten und die Säulen der Heiligtümer wurden wieder aufgestellt.

Wenn Sie am oberen Rand der Zisterne stehen, überblicken Sie die gesamte Anlage, die sich von einer Senke bergan erstreckt und auf drei Seiten von grünen Hängen, Kiefernwäldern, Olivenhainen und Feldern umgeben wird.

Nahe der beiden Tavernen können sie im Meer baden.


Ein Rundgang durch das antike Kámiros


Das antike Kámiros können Sie bei einem Rundgang ansehen. Zuerst kommen Sie an den Grundmauern einiger Wohnhäuser vorbei, passieren eine Stützmauer und erreichen die große Tempelterrasse am unteren Ende des Grabungsgeländes. Einst standen hier Statuen, zwei kleine Tempel und ein Brunnenhaus.
Zur einstigen Hauptstraße gelangte man über eine breite Treppe. Die von großen Villen mit säulenumringten Innenhöfen gesäumte Hauptstraße führt zu einer 200 Meter langen mit in Doppelreihe stehenden Pfeilern ausgestatteten Säulenhalle, die sich zum Meer hin öffnet. Einst trugen die Pfeiler ein Dach, das eine 600 Kubikmeter fassende Zisterne überdeckte.
Der Rundgang durch das antike Kámiros dauert etwa eine Stunde.

Sehenswert
Logo  Das antike Kámiros mit Ruinen von Wohnanlagen und Tempeln