Spanienische Inseln - Balearen: Menorca


Cales Coves auf Menorca waren bei den Ureinwohnern Begräbnisstätte, dienten Bauern als Ställe, waren Zufluchtsort bei rauer See + Unterkunft der Hippies


Cales Coves Die Cales Coves befinden sich im Süden von Menorca.

Warum die Bucht "Höhlenbuchten" also im Plural - der Mehrzahl - genannt wurde, liegt an ihrer Gestaltung, die auf zwei Geläneeinschritte zurückzuführen ist. Eine der beiden Täler besitzt eine Süßwasserquelle.

Einst wurden hier von den Ureinwohnern vor etwa 3000 Jahren die Toten beigesetzt. Von den etwa 100 Höhlen sind die älesten im 11. Jahrhundert v. Chr. angelegt worden und dienten der Totenbestattung. Die jüngeren Kalkstein-Grotten sind aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., sind viel größer, besitzen in der Mitte einen Stützpfeiler, haben Bänke und Nischen und dienten ebenso als Begräbnisstelle. Sie dienten auch als Kultstätten und haben auch römische Spuren aufzuweisen.

Auch Fischer und Seeräuber nutzten die Höhlen. Die vorgelagerte Bucht ist windgeschützt und diente deshalb bei rauer See als Unterschlupf.

Bauern nutzten die Grotten auch als Stall - zumindestens noch bis vor kurzen.

Bis in die 1990er Jahre lebten hier auch einmal die Hippies - die Blumenkinder - die 1995 mit Polizeigewalt vertrieben wurden.